Ulrich Formann verwandelt Klimadaten in hörbare Realität
In der Galerie im Prediger ist aktuell die Medieninstallation „Ground Truth“ von Ulrich Formann zu sehen – ein Werk, das die unsichtbaren Spuren des Klimawandels hör- und sichtbar macht.
Der Wiener Konzept- und Medienkünstler hat für die Ausstellung einen alten Nadeldrucker mit einem Satellitensystem verknüpft, das in Echtzeit Waldbrände auf der Erde registriert. Immer wenn irgendwo ein Feuer entdeckt wird, beginnt der Drucker zu rattern. Was digital meist nur durch eine Push-Nachricht rauscht, wird hier zu einem akustisch-physischen Moment im Ausstellungsraum.
„Ich wollte, dass man hört, wenn etwas passiert. Dass dieser Moment nicht einfach digital vorbeirauscht“, so Formann im Interview.
Die Arbeit ist Teil der dreiteiligen Reihe „Remote Realities“, die vom 11. April bis 22. Juni 2025 an drei Orten in Schwäbisch Gmünd stattfindet. Kuratiert wurde die Ausstellung von Linnea Streit, unter der Leitung von Dr. Max Tillmann (Museum im Prediger).
ℹ️ Kontext zur Ausstellung:
„Ground Truth“ ist eine von drei Stationen des Medienkunst-Projekts Remote Realities, das sich mit der Frage beschäftigt:
Wie nehmen wir Realität wahr, wenn sie durch digitale Filter vermittelt wird?
Neben Formann sind auch Total View und Yul Koh beteiligt.
📍 Ort der Arbeit: Galerie im Prediger, Schwäbisch Gmünd
📆 Laufzeit: 11. April – 22. Juni 2025

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